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ITEAC 2014 London
#1
ITEAC - Internationale Konferenz mit Klasse?!

Die alle 4 Jahre wiederkehrende Konferenz in London wurde von Richard Brett ins Leben gerufen. Für viel Geld hat man ein internationales Publikum zusammen gebracht.
Die Fachbesucher bestehen aus Fachplaner, Architekten, Hersteller und Nutzer der Theater- und Opernhäuser.
Das Resümee zur der diesjährigen ITEAC - es war ein sehr teures Networking für mich und für meine anwesenden Kollegen.

Ankunft war recht problemlos, die Registrierung ging flott. Ich schnappe mir das Programmheft und denke wow tolle Themen ich freue mich. Treffe sehr viele mir bekannte Gesichter also beschließen wir uns zu trennen, damit wir so alle Vorträge mitbekommen und uns gegenseitig Berichterstatten.
Weit gefehlt unser denken, denn wir begannen dann untereinander zu Chatten und uns zu Fragen ob es deren ernst ist was wir gerade hören. Also möglichst wieder raus aus dem Vortrag und ab in den nächsten. Unser Entsetzten wurde immer größer und die Wut stieg auf. Die gelesenen Kongressthemen hörten sich viel versprechend an, aber wir dachten die nächsten zwei Tage werden besser. Leider sind die nächsten Kongresstage genau so langweilig gewesen wie der Erste. Das beste Beispiel wie folgt Thema Temporary Theatre. Mit voller Begeisterung rennen wir zum nächsten Vortrag und platzieren uns möglichst günstig zum Ausgang, man weiß nie was uns erwartet Erfahrungsgemäß. Der Vortrag beginnt und wir sehen eine provisorische Spielstätte aus 5000 Europaletten zusammen gestellt, toll denken wir. Nächstes Bild ein Theater aus Silos mit Drehbühne und bestimmt auch mehr aber das war es auch, wir kamen nur bis zu den Silos. Ein kleiner Virtueller Gang durch das Silo in 3D aber auf die Thematik einzugehen wie wurde die Drehbühne realisiert, die OM, der Strom, kurz gesagt die ganze Infrastruktur einer Spielstätte wurde nicht erläutert. Also aufstehen und rausgehen und den nächsten Vortrag anhören.
Die Selbstbeweihräucherungen der einzelnen Sponsoren ging dann doch auf die Nervenzellen.

Die Organisatoren haben sich wirklich bemüht uns zahlende Besucher zufrieden zustellen, sei es beim Kaffee und Kuchen oder beim Mittagessen, die Bemühung war wirklich groß.
Leider wurden uns nicht die Möglichkeit gegeben auch zwischen durch etwas zu trinken, der Zeitslot war sehr begrenzt! Rein in den Cateringbereich schnell eine Tasse oder ein Glas schnappen und dann ab zu den Vorträgen. Mittagszeit ist Essenszeit, Freude kam auf als wir dann feststellen das keinerlei Möglichkeit gab das Essen auch zu essen. Im stehen haben wir versucht unser Hähnchensteak zu schneiden, das Glas mit dem Wasser Hang am Teller, also suchten wir uns die nächstmögliche Treppe zu sitzen, um wenigstens unsere Knie als Tisch zu nutzten und das über 3 Tage und eine Einsicht gab es nicht, bei der Rückfrage ob es denn wenigsten nicht möglich wäre ein paar Stehtische zu bekommen. Leider war die Zeit so knapp bemessen, dass wir unter einander kaum Gespräche führen konnten, gerade bei so einer Veranstaltung ist es wichtig seine Kontakte zu pflegen und Neuigkeiten zu erfahren.
Mein Fazit, die Konferenz wie sie jetzt statt gefunden hat, ist nicht 1 Pfund wert.
Letztendlich ging es hier nur um GRÖßE je GRÖßER desto besser, Theaterplätze ab 1800, Opernhäuser ab 2000 etc dieser Gigantismus war nicht zu überhören….braucht es die Welt wirklich? Muss wirklich eine Technik getauscht werden wenn diese bereits seit 20 Jahren einwandfrei funktioniert?
Was ist mit den kleinen Häusern die saniert werden müssten und die nicht mehr als 800 Plätze oder weniger zur Verfügung haben, dieser wird keine Beachtung gegeben. Was habe ich gesehen von den Hersteller, meist veralteteTechnik die einfach etwas Facelifting bekam und mehr nicht und das Geschrei ist da wir sind die Macher wir können HUGE. Von mir aus können es alle machen so wie die es wollen, aber die Zukunft liegt nicht an Groß und alte Technik, die Zukunft liegt in den kleinen Häuser mit Technik der heutigen Zeit, Innovation und zum Teils auch Maßgeschneidert und nach Kundenwünschen hergestellt. Es gibt Manufakturen die altes mit neuen Kombinieren um die Kosten zu reduzieren und das Haus effizienter und wirtschaftlicher zu nutzen. Warum geht man bei solchen Veranstaltungen nicht auf diese Themen ein? Thema könnte auch sein „alte Industriegelände wieder eine Infrastruktur geben, Tanz, Theater, Kino, Freizeitmöglichkeit für Kinder und Jugend.
Es gibt viele Beispiele auf dieser Welt, wie aus brachen und verlassenen Industriegelände wieder Leben fließt.
Diese Fragen können selbst die Großen Firmen nicht beantworten, denn Geld mach Geil.

Meine teueren Anmeldegebühren habe ich letztendlich fürs Networking genutzt, wenn ich dann die Möglichkeit hatte jemanden eben schnell zu sprechen. Ich denke nicht das ich mich in 2018 wieder nach London begeben werden.
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#2
Genau diese Fragen finde ich auch wichtig.
Hat schon mal jemand von den Herstellern daran gedacht, dass Theater eine viel längere Zeit ohne Technik gespielt wird als mit?
Also muss es gute Gründe für den Einsatz der Technik geben und diese müssen die Künstler überzeugen. Keine Massenproduktion im Billigstil sondern Manufakturarbeit, wie die Theaterkunst auch.
Auf dem Internationalen Symposium der Stage | Set | Scenery 2015 wollen diesen Fragen nachgehen und dafür muss man sogar nichts extra bezahlen!!
Hubert Eckart
DTHG-Geschäftsstelle
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#3
Ich erinnere nur an die Zeiten, als Kühe oder sonst ein Ackervieh genutzt wurde als KontergewichtWink

Gerne bin ich Hilfsbereit einen Beitrag für die Stage | Set | Scenery 2015 zu geben.
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#4
Muuuuuuuuuuhhhhh Smile
Arved Hammerstädt
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